Willkommen bei ILEKO (Berzel & Deisel GbR)


ILEKO ist eine Privatpraxis für Psychotherapie und anderen Leistungen





Bei ILEKO begleiten wir Menschen besonders im Online-Format


in belastenden Lebensphasen mit Gestalttherapie, Körperarbeit und achtsamer Selbstregulation mit und ohne Biofeedback.


Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei ME/CFS, Long‑Covid und tiefgreifender Erschöpfung


Im Zentrum stehen Stabilisierung, Ressourcenstärkung und ein respektvoller Raum für persönliche Entwicklung..



Wir freuen uns darauf, diesen Weg mit Ihnen/Dir zu gehen.


Herzliche Grüße

Stefan Berzel (Psychologe) und Alexander Deisel (Theologe)


von Stefan Berzel • 23. Oktober 2026
Die therapeutische Beziehung: Warum Vertrauen der wichtigste Wirkfaktor in der Psychotherapie ist  Wenn Menschen sich dazu entschließen, eine Psychotherapie zu beginnen, stehen zu Beginn oft methodische Fragen im Vordergrund: „Welches Verfahren ist das richtige für mich?“, „Sollte ich Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie oder körperbasierte Methoden wie Biofeedback nutzen?“ oder „Wie lange wird es dauern, bis es mir besser geht?“ Diese Fragen sind verständlich und wichtig. Doch die psychotherapeutische Wirkungsforschung zeigt seit vielen Jahren ein eindeutiges Ergebnis: Der größte und verlässlichste Prädiktor für den Erfolg einer Therapie ist weder eine bestimmte Technik noch eine spezielle Schule – es ist die therapeutische Beziehung . Was ist die „therapeutische Beziehung“ eigentlich? Die therapeutische Beziehung (oft auch als therapeutische Allianz bezeichnet) beschreibt das besondere Bündnis zwischen Klient:in und Therapeut:in. Sie unterscheidet sich grundlegend von alltäglichen Beziehungen wie Freundschaften oder familiären Bindungen: Sie ist asymmetrisch, aber auf Augenhöhe: Im Zentrum stehen ausschließlich die Bedürfnisse, Emotionen und Ziele der hilfesuchenden Person. Dennoch begegnen sich beide Seiten als gleichwertige Partner. Sie ist geschützt und vertraulich: Die gesetzliche Schweigepflicht und ein klar strukturierter Rahmen bieten die Sicherheit, auch scham- oder angstbesetzte Themen offen auszusprechen. Sie ist zielorientiert: Die Beziehung ist kein Selbstzweck, sondern dient der persönlichen Entwicklung, Entlastung und Genesung. Die drei Säulen einer tragfähigen Allianz Nach dem bekannten Modell des Psychologen Edward Bordin besteht eine funktionierende therapeutische Allianz aus drei zentralen Elementen: Konsens über die Therapieziele: Gemeinsam wird klargestellt, woran gearbeitet werden soll (z. B. Reduktion von Angstzuständen, Bewältigung eines Traumas oder Stärkung des Selbstwertgefühls). Übereinstimmung bezüglich der Aufgaben: Beide Seiten verstehen und akzeptieren die Schritte und Methoden, die zum Ziel führen sollen. Eine emotionale Bindung (Bond): Ein Fundament aus gegenseitigem Respekt, Wertschätzung, Empathie und Vertrauen. Warum geheilt wird, wo Vertrauen entsteht Warum wirkt die therapeutische Beziehung so stark auf unsere Psyche und unser Nervensystem? 1. Sicherheit für das Nervensystem Sowohl bei Angststörungen als auch bei Traumafolgestörungen befindet sich das autonome Nervensystem häufig in einem Dauerzustand von Übererregung (Hyperarousal) oder Schutzreaktionen. Ein wertschätzendes, ruhiges und verlässliches Gegenüber signalisiert dem Gehirn auf feiner Ebene: „Hier bist du sicher.“ Erst in diesem Zustand der Sicherheit wird echte Veränderung und Neuroplastizität möglich. 2. Eine korrigierende Beziehungserfahrung Viele psychische Belastungen entstehen durch Enttäuschungen, Grenzverletzungen oder Mangel an Unterstützung in früheren menschlichen Bindungen. In einer gesunden therapeutischen Beziehung erfahren Betroffene hautnah: „Ich darf Grenzen setzen, ich werde nicht verurteilt, meine Gefühle sind wahrhaftig und wichtig.“ Diese Erfahrung kann alte Verletzungen nachhaltig überschreiben. 3. Der Nährboden für Selbstwirksamkeit Therapeut:innen sind keine Wundermacher oder Zauberer. Sie liefern nicht fertige Antworten, sondern halten die Landkarte und das Werkzeug bereit. Innerhalb einer vertrauensvollen Beziehung lernen Klient:innen Schritt für Schritt, ihren eigenen Kräften wieder zu vertrauen und die Regie über ihr Leben selbst zu übernehmen. Fazit: Ein gemeinsamer Weg auf Augenhöhe Therapie ist kein passiver Konsum, sondern ein aktiver, gemeinsamer Prozess. Eine gute therapeutische Beziehung gibt den Halt, der nötig ist, um sich schwierigen Gefühlen zu stellen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren und nachhaltige Heilung zu erfahren. Wenn Sie auf der Suche nach therapeutischer Unterstützung sind, achten Sie neben der fachlichen Qualifikation vor allem auf Ihr Bauchgefühl: Fühlen Sie sich gehört, verstanden und sicher? Denn genau dort beginnt der Weg der Veränderung. Haben Sie Fragen zur therapeutischen Arbeit oder möchten Sie erfahren, wie wir Sie in unserer Praxis begleiten können? Besuchen Sie uns gerne auf www.ileko.org oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.
von Stefan Berzel • 21. Oktober 2026
Warum Therapie kein Zauberspruch ist, sondern eine partnerschaftliche Reise 🧠🤝 In der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns oft hohe Erwartungen an schnelle Erfolge. Der Wunsch nach einer raschen Erleichterung von Symptomen wie Angst, Erschöpfung oder Belastung ist menschlich und absolut verständlich. Doch echte, nachhaltige Veränderung funktioniert selten per Hebeldruck. 🔍 Was eine gelungene Therapie ausmacht: Echte Allianz statt passiver Konsum: Therapie ist kein Service, bei dem man ein Problem abgibt und gelöst zurückbekommt. Sie basiert auf einer tragfähigen Beziehung und aktiver Mitarbeit. Prozess statt Quick-Fix: Muster, die über Jahre hinweg entstanden sind, brauchen Zeit, um im Gehirn und im Nervensystem umprogrammiert zu werden (Stichwort Neuroplastizität). Befähigung zur Selbstwirksamkeit: Das Ziel ist nicht die Abhängigkeit von der Therapie, sondern dass Klient:innen die Werkzeuge an die Hand bekommen, um ihren Weg künftig wieder eigenständig zu gehen. Als Therapeut:innen bieten wir die Landkarte, die Methode und die Wegbegleitung – die Schritte macht die Person gegenüber. Und genau in diesem gemeinsamen Prozess liegt die nachhaltige Kraft. Wie vermittelt ihr diese Erwartungshaltung zu Beginn einer Behandlung oder Begleitung? Ich freue mich auf den Austausch in den Kommentaren!  #Psychotherapie #Therapieprozess #MentalHealth #Selbstwirksamkeit #TherapeutischeAllianz #Persönlichkeitsentfaltung
von Stefan Berzel • 20. Oktober 2026
Was ist Neurofeedback?  Wie Gehirntraining bei Angst, Stress und PTBS helfen kann Unser Gehirn ist das komplexeste Organ unseres Körpers. Es steuert Gedanken, Emotionen, Stressreaktionen und Körperfunktionen. Doch nach traumatischen Erlebnissen, bei chronischem Stress oder Angststörungen geraten die neuronalen Netzwerke häufig aus dem Gleichgewicht: Das Gehirn verharrt in einer ständigen Alarmbereitschaft (Hyperarousal) oder zieht sich in eine emotionale Erstarrung zurück. Hier setzt Neurofeedback an – eine moderne, wissenschaftlich fundierte Form des Biofeedbacks, die es dem Gehirn ermöglicht, sich selbst wieder in Balance zu bringen. Wie funktioniert Neurofeedback? Neurofeedback nutzt die Fähigkeit unseres Gehirns zur kontinuierlichen Veränderung – die sogenannte Neuroplastizität . Messung der Gehirnaktivität (EEG): Während einer Sitzung werden schmerzfrei kleine Sensoren auf der Kopfhaut angebracht. Diese messen die elektrischen Gehirnwellen (EEG) in Echtzeit. Echtzeit-Feedback: Die gemessenen Gehirnwellen werden von einer Spezialsoftware analysiert und visuell oder auditiv zurückgemeldet – beispielsweise über einen Film, ein Spiel oder eine Musiksequenz auf einem Bildschirm. Lernen durch Belohnung: Funktioniert das Gehirn in einem entspannten und fokussierten Frequenzbereich, läuft der Film flüssig oder die Musik klingt klar (Belohnung). Fällt das Gehirn zurück in Stress- oder Übererregungsmuster, stockt das Signal. Durch diese unmittelbare Rückmeldung lernt das Gehirn unbewusst, günstige Zustände gezielter einzunehmen und zu halten. Welche Gehirnwellen spielen eine Rolle? Unser Gehirn arbeitet mit unterschiedlichen Frequenzbändern, die verschiedenen Zuständen entsprechen: Delta & Theta (langsame Wellen): Dominieren im Tiefschlaf, bei tiefer Entspannung oder Tagträumen. Bei Traumata oder ADS sind sie oft im Wachzustand erhöht. Alpha (8–12 Hz): Der Zustand entspannter Wachheit und innerer Ruhe. Ideal für die Stressregulation. SMR / Low Beta (12–15 Hz): Steht für körperliche Ruhe bei gleichzeitig hoher geistiger Fokussierung. High Beta (über 20 Hz): Tritt bei hoher Konzentration auf, aber auch bei Angst, Panik, Unruhe und Stress. Anwendungsbereiche von Neurofeedback In der psychotherapeutischen und psychosomatischen Praxis wird Neurofeedback besonders erfolgreich eingesetzt bei: Angststörungen und Panikattacken: Beruhigung überaktiver Angstnetzwerke im Gehirn. Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS): Regulation von Flashbacks, Hyperarousal und emotionaler Taubheit. Stress und Burnout: Wiederherstellung der mentalen Regenerationsfähigkeit. Schlafstörungen: Förderung von Alpha- und Delta-Wellen für besseres Ein- und Durchschlafen. ADHS / ADS: Verbesserung von Konzentration, Impulskontrolle und Aufmerksamkeit. Vorteile für die Therapiepraxis Schmerzfrei und nebenwirkungsarm: Neurofeedback greift nicht medikamentös ein, sondern nutzt die natürlichen Lernmechanismen des Gehirns. Nachhaltige Effekte: Einmal erlernte Regulationsmuster bleiben dem Gehirn dauerhaft erhalten – vergleichbar mit dem Erlernen des Fahrradfahrens. Kombinierbar: Neurofeedback lässt sich hervorragend mit klassischer Psychotherapie, Traumatherapie und Entspannungsverfahren kombinieren. Fazit: Das Gehirn als lernfähiges System Neurofeedback ist kein Zaubermittel, sondern ein gezieltes Training für das zentrale Nervensystem. Es gibt Betroffenen ein mächtiges Werkzeug an die Hand, um die Kontrolle über die eigenen mentalen und körperlichen Zustände zurückzugewinnen. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Neurofeedback in unserer Praxis eingesetzt wird? Besuchen Sie uns gerne auf www.ileko.org oder vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch.
von Stefan Berzel • 19. Oktober 2026
Ein neuer Zugang zur Selbstregulation In der Psychotherapie geht es oft darum, innere Zustände zu verstehen und zu verändern. Doch viele Prozesse laufen unbewusst ab – Herzschlag, Atmung, Muskelspannung. Biofeedback macht diese unsichtbaren Vorgänge sichtbar. Über Sensoren werden physiologische Signale gemessen und in Echtzeit auf einem Bildschirm dargestellt. So wird der Körper zum Spiegel der Seele. Wie Biofeedback wirkt 1. Wahrnehmen statt nur wissen Klient:innen sehen, wie Stress, Angst oder Entspannung sich körperlich zeigen. Diese unmittelbare Rückmeldung fördert Awareness – das bewusste Wahrnehmen des eigenen Zustands. 2. Lernen durch Rückmeldung Wenn jemand ruhig atmet, sinkt die Herzfrequenz – und das wird sichtbar. Dieses direkte Feedback aktiviert das Lernsystem des Gehirns: Erfolg wird sofort erlebt, nicht nur verstanden. 3. Selbstregulation als therapeutisches Ziel Mit der Zeit lernen Klient:innen, ihre physiologischen Reaktionen selbst zu steuern. Das stärkt die Selbstwirksamkeit – ein zentraler Wirkfaktor jeder Psychotherapie. Biofeedback in der Praxis Therapeut:innen nutzen Biofeedback bei: - Angst‑ und Stressstörungen - Depression und Erschöpfung - Traumafolgestörungen - ME/CFS und Long‑COVID, um das autonome Nervensystem zu stabilisieren Besonders das HRV‑Biofeedback (Herzratenvariabilität) hat sich als wirksam erwiesen: Es trainiert die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus – zwischen Aktivierung und Ruhe. Mehr als Technik – eine Haltung Biofeedback ist kein rein technisches Verfahren. Es steht für eine Haltung: > „Ich kann lernen, meinen Körper zu verstehen und zu regulieren.“ Diese Erfahrung verändert das Selbstbild und öffnet den Weg zu nachhaltiger Veränderung. Fazit Biofeedback wirkt, weil es Körper und Psyche verbindet. Es übersetzt das Unsichtbare in erfahrbare Signale und stärkt die Fähigkeit zur Selbstregulation – ein Schlüssel zu innerer Balance und psychischer Gesundheit.
von Stefan Berzel • 18. Oktober 2026
Tag 2 der DGBFB-Fortbildung: Mit Neurofeedback tief in die kortikale Selbstregulation eintauchen! 🧠⚡ Nach dem gelungenen Auftakt zu Biofeedback bei Angststörungen und PTBS ging es am heutigen 2. Tag nahtlos und hochspannend weiter: Das Thema Neurofeedback stand im Mittelpunkt unserer DGBFB-Fortbildung. Neurofeedback ermöglicht einen direkten Blick auf die Gehirnaktivität (EEG) und eröffnet mächtige Werkzeuge, um dysfunktionale Aktivierungsmuster gezielt zu verändern. 🔍 Wichtige Schwerpunkte & Learnings von Tag 2: EEG-Bandbreiten & Symptomatik: Wie Frequenzbänder (Theta, Alpha, Beta) bei Traumata, Angst und Dissoziation verändert sind. Protokollentwicklung & Anwendung: Gezieltes Training zur Erhöhung von SMR (Sensomotorischer Rhythmus) und Alpha-Theta-Protokolle zur tiefen Entspannung und Traumabewältigung. Neuroplastizität nutzen: Durch kontinuierliches Feedback lernt das Gehirn, stabilere, regulierte Zustände einzunehmen und Ressourcen wiederzuerlangen. Ein herzliches Dankeschön an die Referenten Dr. Martin Boncek und Dr. Andreas Krombholz für die exzellente Vermittlung der komplexen theoretischen Grundlagen und die praxisnahen Einblicke in moderne Neurofeedback-Protokolle! 👏 Setzt ihr bereits Neurofeedback oder klassisches Biofeedback in eurer therapeutischen Praxis ein? Ich freue mich auf den fachlichen Austausch! #Neurofeedback #DGBFB #Psychotherapie #Traumatherapie #PTBS #Neuroplastizität #Gehirntraining #Fortbildung
von Stefan Berzel • 17. Oktober 2026
Online-Lernen für die Praxis:  Heutige DGBFB-Fortbildung zu Biofeedback bei Angststörungen und PTBS! 💻🧠 Auch vor dem Bildschirm lässt sich tief in die Praxis eintauchen: Die heutige Online-Fortbildung der DGBFB (Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V.) hat eindrucksvoll gezeigt, wie effektiv Biofeedback bei der Behandlung von Angst- und Traumaerkrankungen eingesetzt werden kann. Angststörungen und PTBS sind geprägt von körperlicher Hyperarousal und autonomer Dysregulation. Umso wichtiger ist es, den Körper aktiv in die Therapie einzubinden. 🔍 Kernerkenntnisse aus dem heutigen Webinar: Physiologie sichtbar machen: Wie Herzratenvariabilität (HRV), Hautleitwert und Atmungsmuster im Online-Monitoring und in der Praxis als objektive Marker dienen. Brücke zwischen Kognition und Körper: Durch Biofeedback erleben Patient:innen direkt, wie sie eigene physiologische Erregungszustände regulieren können – ein zentraler Baustein für Selbstwirksamkeit. Gezielte Interventionsstrategien: Kombination von HRV-Biofeedback, gezielter Atemschulung und Entspannung zur Linderung von Flashbacks und Daueranspannung. Ein ganz besonderer Dank gilt Dr. Martin Boncek und dem Team der DGBFB für die hervorragend organisierte Online-Veranstaltung, die fundierten Fachimpulse und den gewinnbringenden digitalen Austausch mit den Kolleg:innen! 👏 Nutzt ihr bereits biofeedbackgestützte oder körperbasierte Methoden in der Traumatherapie? Ich freue mich auf Erfahrungen in den Kommentaren! #Biofeedback #OnlineFortbildung #Psychotherapie #Traumatherapie #PTBS #Angststörung #HRV #DGBFB #Neurowissenschaften #Selbstwirksamkeit
von Stefan Berzel • 30. September 2026
Geburtstage sind in unserer Vorstellung meist laut, voller Leichtigkeit, Glückwünsche und vertrauter Routinen. Doch es gibt Geburtstage, die eine ganz andere Färbung annehmen: Tage, an denen die eigene Lebenslinie unweigerlich mit dem Verlust derer verknüpft ist, die sie einst begonnen haben. Vielleicht stehst auch du an einem solchen Wendepunkt — am ersten Geburtstag ohne die beiden Menschen, die dir das Leben geschenkt haben. Der Vater, der vor einigen Jahren gegangen ist, die Mutter, die ihm später folgte. Plötzlich ist der eigene Ehrentag nicht mehr nur ein Fest des Vorwärtsblickens, sondern zugleich ein stiller Gedenktag. An diesem Tag treten zwei scheinbar gegensätzliche Empfindungen zur selben Zeit auf die innere Bühne: Tiefe Dankbarkeit für das Leben selbst, für Prägung, Halt, Wärme und all das, was deine Eltern dir mit auf den Weg gegeben haben. Schmerzhafte Trauer über das, was unwiederbringlich fehlt — die vertrauten Stimmen am Telefon, die Umarmung, die Hände, die nicht mehr berühren können. In der psychologischen und gestalterischen Begleitung begegnet uns dieser Zustand oft. Diese Gleichzeitigkeit ist kein Widerspruch, den man auflösen müsste. Sie ist der lebendige Beweis dafür, dass Liebe und Bindung nicht mit dem Tod enden, sondern weiterwirken. Ein Tag zwischen Erinnerung und Abwesenheit Dieser Geburtstag trägt die Schwere der Abwesenheit ebenso wie die Wärme der Erinnerung. Unwillkürlich steigen Bilder auf: Wie haben deine Eltern deinen Tag früher gestaltet? Welche Rituale, Gesten oder besonderen Speisen gehörten einfach dazu? Welche Worte hätten sie dir heute mit auf den Weg gegeben? In diesem Innehalten wird spürbar: Du bist heute derjenige, der diese Erinnerungen bewahrt. Du bist der Mensch, der das Geschenk des Lebens weiterträgt, das sie dir anvertraut haben. Die Verantwortung hat die Seite gewechselt — nicht als Bürde, sondern als Reifung. Die stille Verbindung bleibt Auch wenn der physische Kontakt verloren ist, reißt die innere Verbindung nicht ab. Es existiert ein unsichtbares Band, das der Tod nicht trennen kann: eine generationenübergreifende Zugehörigkeit, die bleibt. Manchmal meldet sich diese Verbindung ganz unvermittelt: in einem bestimmten Duft, der durch die Straße weht, in einer Redewendung, die dir plötzlich über die Lippen kommt, in einer Geste, in der du dich selbst ertappst und einen deiner Elternteile wiedererkennst, in der Art und Weise, wie du heute deinen Alltag meisterst und anderen Menschen begegnest. Du bist aus ihren Geschichten hervorgegangen — und schreibst diese Geschichte nun mit deinem eigenen Leben fort. Ein Geburtstag als Schwelle Ein solcher Tag markiert einen tiefen Übergang. Er führt dich aus der Zeit, in der du vor allem Kind warst, das angerufen, umsorgt und beglückwünscht wurde, hinein in eine Zeit, in der du selbst zur Hüterin oder zum Hüter deiner Familiengeschichte wirst. Dieser Übergang macht erwachsener, klarer — aber oft auch verletzlicher und weicher. Es ist heilsam, dieser Verletzlichkeit Raum zu geben, anstatt von sich zu verlangen, einfach „weiterzufunktionieren“. Ein Impuls für deinen Tag Wenn du heute oder an einem ähnlichen Gedenktag innehältst, schenke dir selbst einen Moment der Stille. Vielleicht magst du dir zusprechen, was deine Eltern dir heute mit auf den Weg gegeben hätten: Dass du wertvoll bist. Dass dein Lebensweg zählt. Dass du getragen bist — auch im Alleinsein. Und dass Liebe nicht vergeht, sondern ihre Gestalt wandelt. Trauer und Übergänge im Leben brauchen Raum, Zeit und manchmal ein Gegenüber. Bei ILEKO begleiten wir Menschen auf ihrem Weg durch Verluste, biografische Schwellen und Neuorientierungen — achtsam, präsent und im eigenen Tempo.
von Stefan Berzel • 28. September 2026
Gestalttherapie ist ein humanistisches Verfahren, das davon ausgeht, dass Menschen sich organismisch selbst regulieren, wenn sie Zugang zu ihrem Erleben haben. Therapie wird deshalb zu einem Erfahrungsraum, nicht zu einer Problemanalyse. 🧠 1. Fokus auf das Hier‑und‑JetztStatt lange über die Vergangenheit zu sprechen, wird das aktuelle Erleben erforscht: Wie zeigt sich das Thema jetzt im Körper, in der Stimme, im Kontakt? 🔄 2. Kontakt statt TechnikHeilung entsteht durch einen echten, präsenten Kontakt zwischen Therapeut:in und Klient:in. Gestalttherapie ist dialogisch, experimentell und lebendig. 🌱 3. Awareness als VeränderungsmotorWenn Menschen klar wahrnehmen, was sie fühlen, wollen oder vermeiden, entsteht neue Wahlfreiheit. Awareness führt zu Selbstregulation. 🎭 4. Experimente statt RatschlägeGestalt arbeitet mit kreativen Methoden: Rollwechsel, Stuhldialoge, Körperarbeit, Imaginationsübungen. Nicht um zu „performen“, sondern um neue Erfahrungen zu ermöglichen. 🧩 5. Figur‑Grund‑PrinzipWas im Vordergrund steht (Figur) wird bearbeitet, während der Hintergrund (Grund) mitschwingt. So ordnen sich innere Themen organisch. 🎯 Wie Gestalttherapie wirkt – in einem SatzSie hilft Menschen, sich selbst klarer zu spüren, Kontakt lebendig zu gestalten und dadurch Blockaden zu lösen und neue Möglichkeiten zu entdecken. 
von Stefan Berzel • 26. September 2026
Was ist Biofeedback? Biofeedback ist ein Verfahren, das körperliche Signale wie Herzrate, Atmung oder Muskelspannung sichtbar macht, damit Menschen lernen, ihre Stress‑ und Emotionsreaktionen besser zu regulieren. Wie wird Biofeedback in der Psychotherapie eingesetzt? Es dient als unterstützendes Lern‑ und Wahrnehmungsinstrument. Klient:innen erkennen Muster von Stress, Überlastung oder Anspannung und entwickeln Strategien zur Selbstregulation. Ist Biofeedback ein medizinisches Verfahren? Nein — in der psychotherapeutischen Beratung wird Biofeedback nicht medizinisch genutzt, sondern ausschließlich zur Förderung von Selbstwahrnehmung und emotionaler Stabilisierung. Für wen ist Biofeedback besonders hilfreich? Für Menschen mit Stressbelastung, Angst, Erschöpfung, ME/CFS, Long‑COVID oder Schwierigkeiten, innere Zustände wahrzunehmen und zu regulieren. Wie läuft eine Biofeedback‑Sitzung ab? Ein Sensor misst ein physiologisches Signal (z. B. Herzrate). Die Rückmeldung wird gemeinsam betrachtet und therapeutisch eingeordnet. Die Sitzung bleibt ruhig, strukturiert und reizarm. Kann Biofeedback online durchgeführt werden? Ja — mit geeigneten Geräten können Klient:innen Biofeedback auch zu Hause nutzen, während die therapeutische Begleitung online stattfindet. Was bringt Biofeedback im Alltag? Es unterstützt dabei, Überlastung früher zu erkennen, Grenzen besser zu schützen und Stressreaktionen gezielt zu beruhigen. Ist Biofeedback bei ME/CFS und Long‑COVID geeignet? Ja — sofern es sanft, reizarm und ohne Aktivierungsdruck eingesetzt wird. Es hilft, autonome Dysregulation besser zu verstehen und Überforderung zu vermeiden. Ersetzt Biofeedback die Psychotherapie? Nein — es ist ein ergänzendes Werkzeug, das therapeutische Prozesse unterstützt, aber keine Therapie ersetzt. Brauche ich Vorerfahrung oder Technikkenntnisse? Nein — die Anwendung wird Schritt für Schritt erklärt und an die individuelle Belastbarkeit angepasst.
von Stefan Berzel • 26. September 2026
Was ist Online‑Psychotherapie? Online‑Psychotherapie ist professionelle psychotherapeutische Begleitung per Video oder Telefon, flexibel und ortsunabhängig. Ist Online‑Therapie genauso wirksam wie vor Ort? Viele Menschen erleben Online‑Sitzungen als ebenso hilfreich, da Beziehung, Gespräch und therapeutische Methoden vollständig möglich sind. Für wen eignet sich Online‑Psychotherapie besonders? Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, chronischer Erschöpfung, ME/CFS, Long‑COVID oder für alle, die flexible und reizarme Unterstützung benötigen. Wie läuft eine Online‑Sitzung ab? Die Sitzung findet über eine sichere Verbindung statt, ist klar strukturiert und wird an die Belastbarkeit und das Energielevel angepasst. Was brauche ich für eine Online‑Therapie? Ein ruhiger Ort, ein Smartphone oder Computer und eine stabile Internetverbindung. Mehr ist nicht nötig. Kann ich auch kurze oder unterbrochene Sitzungen machen? Ja — Sitzungen können verkürzt, pausiert oder flexibel gestaltet werden, wenn die Tagesform es erfordert. Ist Online‑Therapie vertraulich und sicher? Ja — Datenschutz, Schweigepflicht und sichere Verbindungen sind gewährleistet. Hilft Online‑Therapie bei ME/CFS und Long‑COVID? Sie kann nicht heilen, aber sie unterstützt bei Stabilisierung, Umgang mit Überforderung, Pacing, emotionaler Entlastung und Orientierung. Was passiert, wenn ich während der Sitzung erschöpfe? Die Sitzung wird angepasst, verlangsamt oder beendet — ohne Druck und mit Fokus auf Selbstschutz. Wie vereinbare ich einen Termin? Ein Erstgespräch kann unkompliziert online gebucht werden; Termine sind meist zeitnah möglich.

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